Freitag, 12. Oktober 2007

Mein Donnerstagsmarathon heute als Rückblende

Gestern, Donnerstag, war wirklich viel los. Erst die Wohnungsbesichtigung mit Unterschreiben des Mietvertrages: Ab Montag kann ich offiziell einziehen. Dann waren natürlich die entsprechenden Anträge für das "Amt" auszufüllen. Heute mümmelt mich die Dame am Empfang des Arbeitsamtes an: "Ja, was, wie ... einen Erstantrag? Haben sie einen Termin? Also eigentlich geht das ja nicht ohne Termin. Also, wenn der nicht komplett ist ..." Dann stellte die auch noch fest, dass da eine neue Adresse angegeben ist. Haha, die konnte natürlich nicht wissen, dass mein Umzug DER Grund für diesen Neuantrag ist. Schmunzelnd erklärte ich ihr, dass es bei mir derzeit alles drunter und drüber ginge, ich natürlich auch gerne heute einen Termin wahrnehmen würde. "Aber das wird sicherlich nicht gehen, oder?", erklärte ich ihr. Worauf sie mir erwartungsgemäß antwortete: "Nein, also heute ist kein Termin mehr zu bekommen." Montag geht bei mir natürlich auch nicht, da darf ich die Klausureinsichtnahme "meiner" lieben AVWL-Studentinnen betreuen. Ein anderer Termin würde das Ganze ohnehin in die Länge ziehen: Einzug ist aber der 15.10.2007. Das hat die nette Dame dann resignierend eingesehen und meinen Antragsstapel angenommen. So verwirrt, wie sie danach auf der Suche nach einer Büroklammer war, scheint mir das Fehlen eben jener Büroklammer der Auschlag gebende Punkt für ihre sperrigen Ausflüchte gewesen zu sein.

Statt das ALG 1 zu erhöhen, sollte der olle SPD-Beck lieber dafür sorgen, dass die Arbeitsgemeinschaft mehr Büroklammern bekommt. :)

Tja, so endete das heute erstmal.

Gestern, nachdem ich den ganzen Kram zusammengepackt hatte, musste ich etwa 16.00 Uhr bei meiner Brötchengeberin sein, um mit ihr und einem Kollegen noch etwas zur Klausureinsichtnahme abzusprechen. Nebenbei hielt mir meine Professorin ein Expemplar jener Sonderausgabe von EWE vor die Nase, in der sich der Erwägungsberichts-Artikel befand, an dem ich mitwirken und den ich auch redaktionell begleiten durfte. Ein echt cooles Gefühl, so etwas Geschriebenes in den Händen zu halten.

Danach war Forschungsseminar. Und danach sollte es flux zum Rollenspiel in Richtung Möckern gehen. Auf dem Weg rutschte ich aber leider mit meinem Rad aus. Mal wieder auf eine Art und Weise, wie eigentlich nur ich das hinbekommen kann: Ich verlangsamte meine Geschwindigkeit, weil ich anhalten wollte, um die Staße zu überqueren ... und dabei rutschte ich mal wieder fabelhaft gekonnt aus ... auf herumliegenden Eicheln. Komisch: Zu sehen ist nichts, aber ich fühle mich, als ob ich Muskelkater hätte.

Naja, egal: Als ich endlich bei Sven in Möckern war, gab es noch eine nette Diskussion mit dem "Bartmenschen", der wieder Spielleiter war. Um "blühende Landschaften" ging es. In MeckPom! Haha. Ein seltsamer Humor, den manch emigrierter "Wessi" so an den Tag legt: Aus einer Ecke kommen, in der es fertig gebracht wurde, Möppkenbrot zu kultivieren, und dann über sterbende Landstriche lästern. ;-) Aber unter'm Strich haben sie natürlich Recht. Wer hätte ahnen können, dass Kohls blühende Landschaften erst später verwirklicht würden? Und dann auch nicht mal in Deutschland, sondern am Hindukutsch?

Abgerundet wurde der nette Abend durch eine abermalige Diskussion über kulinarische Genüsse: Vornehmlich Tofu. Naja, das Essen in den Kochbüchern, die Johanna darlegte, sah ehrlich gesagt auch ganz lecker aus. Nur geschrieben war es in Japanisch. Und bei manchen Dingen war das sicher auch ganz gut so: Ich meine, wer isst schon gerne Hünerberzel?

Trotz des Stresses: Ein schöner Ausklang gestern.

1 Kommentar:

Sven hat gesagt…

Ja, war ein amüsanter Abend. Und natürlich Gratulation zur Veröffentlichung! :)