Falls sich wer wundert: Ja, es war jetzt sehr still hier... wie lange das noch so geht, weiß ich nicht. Aber es hat persönliche & berufliche Gründe - nichts Schlimmes, im Gegenteil, aber eben sehr zeitintensiv. Eingestampft wird KrAutism aber nicht. ;-)
Außerdem will ich heute gerne wieder an Peter Steele erinnern, der heute vor 9 Jahren - am 14.04.2010 - starb. Bei "loudersound" gibt's einen längeren Text aus dem Metalhammer 2007, der nochmal Peter Steele zu Wort kommen lässt.
Wie ich beim Stöbern erfahre, gibt es auch ein neues Album von "A Pale Horse named Death", der Band von Johnny Kelly und Sal Abruscato. Und so, wie es dort klingt, soll das Album mit dem Titel "When The World Becomes Undone" wohl recht gut sein: "Und was soll man sagen – es ist direkt mit den ersten Tönen wieder da,
dieses fast schon verloren geglaubte Ding, das man wohl
Dampfwalzen-Schwermut nennen könnte."
Heute ist der 14.04. und damit ein guter Grund, an Peter Steele von Type of Negative zu erinnern, der vor acht Jahren starb. Dieses Mal ohne große Worte, einfach ein Video, wie ich ihn auch live erlebt habe.
Es fällt schwer, den ersten
Blogeintrag im neuen Jahr gleich mit einer traurigen Nachricht zu beginnen. Eben
habe ich über einen Kommentar
vom ‚altautonomen‘ erfahren müssen, dass die Brücke vom Narrenschiff nun ohne
ihren Käpt’n Charlie bleiben wird. Es ist eine eigenartige Vorstellung, dass
das kleine Narrenschiff, das sonst so trotzig in den Fluten tanzte, nun vor
Anker liegt. Ich werde mich daran gewöhnen müssen.
Charlie habe ich nie persönlich
kennengelernt. Wir hatten nur über unsere beiden Blogs kommuniziert. Dabei war
mir das Narrenschiff schon länger aufgefallen. Zugegebenermaßen fand ich
Charlies Tonfall aber zum Teil entsetzlich widerwärtig und vulgär. Aber gut,
ein Entermesser passt besser zu einem Käpt’n als ein Florett. Und ein Entermesser,
das haut grobe Stücke. Trotzdem schlug Charlie immer an der richtigen Stelle tiefe
Wunden – und zwar unerbittlich. Kein Schlipsborg, keine korrupte Bande, kein
Menschfeind usw. war vor seinen verbalen Schlägen sicher. Unverdient waren
diese Schläge nicht. Auch in seiner Kritik an anderen Bloggern kannte er keinen
verbalen Feinschliff. Und trotzdem, seine Einwürfe und Blogbeiträge hatten
etwas. Daher schaute ich immer mal wieder auf dem Narrenschiff vorbei.
Irgendwann ist er dann wohl über einen Kommentar auf mich aufmerksam geworden. Das
war vor noch nicht einmal einem Jahr, am 30.01.2017. Da fragte er mich, ob er meinen
Beitrag über die ‚Die
missverständlichen Kapazitätsgrenzen von Frau W.‘ übernehmen dürfe. Geschmeichelt
fühlte ich mich, als er u.a. mich im Juni 2017 für den ‚Underdog 2017‘ vorschlug.
Was seine politischen bzw.
gesellschaftskritischen Blogbeiträge für mich besonders machten, waren die Grafiken
vom Simplicissimus. Durch Charlie habe ich diese satirischen Grafiken erst so
richtig zu schätzen gelernt.
Neben seinen politischen
Blogbeiträgen mochte ich aber auch seine Spiele-Reviews und seine
Musik-Hinweise sehr. Auch hier gab es eine Menge zu entdecken.
Ich verabschiede mich nun von
Charlie mit einem Song, den er im letzten Januar einmal herausgekramt hatte und
der textlich ziemlich gut zu dem Kurs passt, mit dem er sein Narrenschiff durch die
Fluten zu führen wusste. RIP.
Nachträge (29.01.2018): Einige Nachrufe gesammelt und chronologisch sortiert.
Über „Aufgelesen-und-kommentiert“
bin ich gerade wieder auf eine Aussage von Frau W. gestoßen (via internetz-zeitung.eu).
Eigentlich steht dort nichts Neues. Aber weil kurz nach der Bundestagswahl 2017
verschiedentlich die Auseinandersetzungen zwischen Riexinger/Kipping und
Wagenknecht/Bartsch Thema waren und genau dabei auch das Thema ‚Asyl‘ wieder im
Raum stand, will ich mir dann doch noch einmal ein paar Einlassungen erlauben.
Da angesichts der Ergebnisse der
Bundestagswahl viel über das Wahlverhalten im Osten spekuliert wird, möchte ich
dann doch mal noch auf ein paar Artikel verweisen, die mir in dem Zusammenhang
über den Weg gelaufen sind.