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Donnerstag, 29. September 2016

Russian Circles

Ich bin mal wieder auf interessante Musik gestoßen. Heute: Russian Circles (Homepage). Im November sind sie auch live zu erleben. Also, einfach mal reinhören!


Freitag, 29. April 2016

Kurze Eindrücke: Deftones Gore & Jakob

Die Deftones haben ein neues Album draussen: Gore. Ja, das klingt schon nach Deftones. Ja, da sind auch Sachen bei, wo die Gitarre einen schönen fetten Klangteppich produziert (z. B. Xenon). Die Refrains gehen gröstenteils auch in Ordnung. Aber irgendwie werde ich Moment noch nicht ganz warm. Vielleicht muss ich mir das Album einfach noch ein paar Mal anhören. Was ich aber definitiv nicht so dolle finde - was aber auch schon beim Vorgängeralbum der Fall war - sind ein paar Songs, in denen die Gitarre richtig künstlich klingt. Runterstimmen, ja, finde ich OK - aber bei "Doomed User" klingt die Gitarre bei manchen Riffs wie Plastesuppe ... 

Dann gab's noch eine Neuentdeckung. Nächste Woche spielen ja Kasan in Wien und zwar mit Jakob, einer Band aus New Zealand.


Was soll ich sagen: Es gefällt mir SEHR. Wer auf instrumentellen Post-Rock steht, sollte sich das mal anhören. Und wem's auch so dolle gefällt, der oder die sollte ruhig mal beim Bandcamp-Account vorbeischauen und eines der Alben von ihnen kaufen. Freut sie sicherlich ... und lohnt sich. Dank Bandcamp muss die Katze auch nicht im Sack gekauft werden.

In dem Sinne: Einen guten Start ins Wochenende!!!

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Musikalisches im Jahr 2015

So kurz vor Schluss des Jahres möchte ich mir noch einen kleinen musikalischen Rückblick erlauben.

Aus aktuellen Gründen sei nochmal Lemmy gewürdigt, der am 28.12.2015 starb (Tagesschau.de). Ich war zwar kein Hardcore-Fan von Motörhead, habe die Band aber auch nie wirklich unangenehm empfunden und die Musik auch gerne gehört. Während in Gedenken an Lemmy viele „Ace of Spades“ erwähnen, möchte ich einen andere Favorit nennen: „1916“ – ja, das ist eine Ballade, steinigt mich dafür. Aber ich finde es die mit Abstand beste Ballade, die ich kenne, gerade auch wegen Lemmy’s Stimme. Zur Erinnerung dazu auch noch ein schönes trashiges Interview mit Lemmy vo 2004 in der SZ: 100 Fragen an ... Lemmy Kilmister (SZ).

Am dritten Dezember ist noch jemand von uns gegangen: Scott Weiland (Nachrichten.at; laut.de). Als Sänger der Stone Temple Pilots hat er mich einen nicht unwesentlichen Teil meiner Jugend begleitet. „Plush“ war das Ding, mit dem mich die Stone Temple Pilots hatten. OK, werden viele sagen, die schwammen damals doch nur auf der Grunge-Welle. Und? Ich fand’s trotzdem irgendwie cool. Weiland hatte aber leider immer wieder Drogenprobleme. Am 3.12.2015 wurde er tot im Tourbus gefunden.

Es gab diese Jahr aber auch ein paar neue Alben von Bands, von denen ich in den letzten Jahren kein Album mehr kaufte oder kaufen konnte.

Da wäre zunächst Faith No More. Meine Güte, was habe ich mich auf „Sol Invictus“ gefreut. Live scheinen die Jungs auch irgendwie richtig Spaß zu haben. Aber ehrlich, so richtig warm bin ich mit Sol Invictus nicht geworden. Irgendwie ist das eher eine Enttäuschung. So richtig fett ist auf dem Album nichts und die ruhigen Songs nehmen mich auch irgendwie nicht mit. Aber gut, vielleicht kommt das irgendwann noch einmal …

Positiv überrascht war ich von „Disquiet“ von Therapy? Das Problem bei Therapy? ist, dass die Messlatte mit „Troublegum“ verdammt hoch liegt. Der Grund, warum ich sie bisher aus den Augen verlor, war schlicht, dass mich ihre Songs nicht mehr so begeistert haben. Irgendwie jagte da ein Griff in die Kloschüssel den nächsten. Dabei ist es nicht so, dass ich der Meinung wäre, die hätten nur Mist verzapft. „Semi-Detached“ fand ich z. B. auch toll. Aber danach … OK, also nach einer langen Strecke, auf der ich mir Therapy? irgendwie abgewöhnt zu haben schien, stolperte ich durch Zufall über die News zu ihrem neuen Album. Und ohne große Erwartungen zu haben, hörte ich rein und war wie von den Socken: Es kommt verdammt nah an die Stimmung von „Troublegum“, Andy und Michael macht es offenbar mächtig Spaß. Und meine Fresse, es klingt auch irgendwie ziemlich heavy. „Deathstimate“ hat sich bei mir zu einem regelrechten Ohrwurm entwickelt, ist aber ein vergleichsweiser langsamer Song vom Album – der stimmungsmäßig nicht ganz so „Troublegum“ ist, aber trotzdem rockt. Also alles in Allem eine der positiven Überraschungen dieses Jahr: Es ist ein ordentliches Album, das stellenweise wirklich richtig Spaß macht!


Skindred haben mit „Volume“ auch wieder ein neues Album rausgehauen. Es hat typisch fette Riffs, ist auch kein Ausfall, da ist erwartungsgemäß schon eine gehörige Portion Skindred drin und das ist schon cool, aber irgendwie hat es mich nicht wirklich hinter dem Ofen hervorgelockt. Im Vergleich: Kill the Power fand ich besser.

Die Neuentdeckung des Jahrs war für mich Collapse.Rebuild mit ihrem Album „Fail Again, Fail Better“ (bandcamp). Sie sind aus Milano, Italien. Die Musik ist instrumental, ruhig und hat mich richtig begeistert. Lässt sich auf Bandcamp anhören und als MP3 kaufen. Kann ich nur empfehlen. Wenn’s Euch gefällt, einfach die paar Euros (bzw. 4.50 $) ausgeben, die Songs kaufen und die Band unterstützen. Ist wirklich klasse!!!



„Soulfly“ … was soll ich dazu sagen. Ich war Fan der ersten Stunde, habe mich seit der „Planet-Max“-Tour-Zeit davon verabschiedet. Warum? Weil Soulfly für mich die konsequente Weiterführung der Tribal-Groove-Geschichte von Sepulturas „Roots“ war, das musikalisch aber zunehmend abnahm. Das war für mich einfach nicht mehr interessant. (Interessanterweise fand‘ und finde ich Sepultura heute auch irgendwie cooler und die Besetzung erstklassig. Derrick Green ist einfach eine Top-Besetzung! Übrigens, wer mal Spaß haben will, sollte sich mal ihren Auftritt in Rio 2015 mit Steve Vai anschauen.)


Aber gut, ich weiß nicht, was mich geritten hat – vielleicht ein Mix aus Wehmut und Mitleid mit dem ollen SeplMaxe –, auf jeden Fall habe ich mir dann mal „Archangel“ von 2015 angehört. Und da war ich erstmal von den Socken, weil „Archangel“ und „Sodomites“ fett mit gesenktem Tempo durch die Kopfhörer rollten. Das war mal wieder richtig cool. Ich habe mir das Album also geholt – und offen gestanden bin ich dann doch enttäuscht worden. Nach „Sodomites“ fing es zunehmend an, wieder ins Rumgeballere abzudriften. Wem’s gefällt, bitte. Aber mir ist das irgendwie dann doch zu langweilig. Mehr Ruhe, mehr fetter Groove usw. – das hätte ich besser gefunden. Also insofern kein Totalausfall, aber nachdem es mit den ersten beiden Songs ganz gut anfing, entwickelte es sich leider mal wieder zur Enttäuschung.

Dann gab’s noch eine paar Jugendhelden von mir, die ein neues Album rausgebracht haben: Fear Factory mit „Genexus“. Dar war’s schon der Opener „Autonomous Combat System“, der mich episch in die 1990er zurückholte. Fette Stakkato-Riffs, Groove und Industrial. Dann auch der Refrain von „Anodized“, klasse. Das „You never take my soul“ in „Soul Hacker“. Und dann auch „Regenerate“, einfach eine Hymne. Meine Favoriten finden sich eher am Ende des Albums: „Regenerate“, „Battle For Utopia“ und dann die etwas langsameren „Expiration Date“ und „Enhanced Reality“. Aber mir macht das gesamte Album Spaß. Seit es draußen ist, hat es sich bei mir auf meinen Zugfahrten zum Longplayer entwickelt. Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass es mir so viel Freude machen würde.


Blicke ich also auf 2015 zurück, so gab es neben ein paar Enttäuschungen dann doch viele positive Überraschungen: Therapy?, Collapse.Rebuild und Fear Factory. Und das Schöne: Therapy? kommen im Januar nach Wien. Das Jahr kann also gut beginnen.

In dem Sinne wünsche ich den Leserinnen und Lesern meines Blogs einen guten Jahresausklang und einen sehr guten Start ins Jahr 2016.

Update: 31.12.2015, ein paar kleine sprachliche Modifikationen.

Freitag, 3. Juli 2015

Anopheli: The ache of want

Ich hatte ja kürzlich schon Anopheli erwähnt. Momentan haben die sich bei mir zum Longplayer entwickelt, obwohl sie etwas schneller unterwegs sind als Light Bearer. Trotzdem hörenswert.

Mit "The ache of want" haben sie ein neues Album draussen. Einfach mal via bandcamp reinhören.


Das Vorgängeralbum "A hunger rarely sated" gibt's dort auch zu hören (Bandcamp).

Mittwoch, 10. Juni 2015

No More Light Bearer

Wer hier ab und an mitliest, weiß ja um meine Schwäche für Light Bearer. Tja, schlechte Neuigkeiten: Vor wenigen Tagen haben sie ihre Auflösung bekannt gegeben. Via Facebook teilten sie mit:
Bands are relationships. They become as complicated and effected by emotion as love. It struggles through the ups and downs. Light Bearer was always a huge challenge, and in many ways we bit off more than we could chew, that in five years our lives changed, our focuses shifted and we lost sight. We've pulled together numerous times, and fallen apart too. Ultimately when the weight of a band starts to upset the people it comprises of, that's when we have to take a step back and decide what's best for us, a band or our happiness. It is with that in mind that we have made the difficult decision to end Light Bearer.
We leave the story of Lucifers struggle in many ways complete. We may not see the war against the authority and his vile doctrine, but that is a war far from over. We are not sure if perhaps in the future we will find a way to come back to this and complete the task, but as it stands Light Bearer is no more. We thank you all from the bottom of our hearts for your continued support of our project, it would not have been possible without it.

Much love, Light Bearer.


Quelle: https://www.facebook.com/pages/Light-Bearer/170210949664188
Über 200 Leute haben das kommentiert. Heute haben sie nochmal nachgeschoben, dass die Kollegen ja auch in anderen Bands werkeln:
Thanks for all the kind comments. They really mean a lot to us. Light Bearer may be over, but life goes on. We play in a number of other bands you might wanna check out if you haven't yet. Here's a list:
Anopheli (Alex)
Archivist (Alex + Gerfried)
Black Mass (Matt)
Carnist (Alex + Gerfried)
Drag (Matt + Jamie)
Morrow (Alex, Gerfried + Joe; coming soon)
Schönesende (Matt)
The Nepalese Temple Ball (Lee)

Quelle: https://www.facebook.com/pages/Light-Bearer/170210949664188?fref=nf

Natürlich bin ich vor Wehmut nicht gefeit. Gut, ein wenig Kontinuität steckt schon dahinter, waren doch Fall of Efrafa auch als Projekt verstanden und 2009 beendet worden. Nur hatten die Fans mit Light Bearer noch einen adäquaten Anschlusszug, auf den sie aufspringen konnten. Das scheint mir zu fehlen.

Mit vielleicht zwei Ausnahmen. Die eine ist Anopheli (Bandcamp/ FB), die andere ist The Napalese Temple Ball (Bandcamp) – wobei ich mit Letzterer Band erst noch warm werden muss. Ich bin jedenfalls mal gespannt, ob sich die beiden mal in Germany/ Austria blicken lassen. Jedenfalls wäre es mal wert, die beiden auf der Bühne zu erleben.

Sonntag, 31. März 2013

Easter Mugge: Monachus und ◯

Kürzlich habe ich mal wieder etwas nach Musik gestöbert. Wer den Blog hier in letzter Zeit gelesen hat, wird richtig vermuten, dass es dabei in Richtung YONL, Red Sparowes, Cult of Luna, Light Bearer usw. ging. Also schön schweres und langsames Zeug, das bisweilen atmosphärisch-verspielt daherkommt und sich für gewöhnlich hinter Labels wie "Doom", "Post-Rock", "Post-Metal", "Atmospheric Sludge" o. ä. verbirgt. Dabei bin ich mal wieder auf zwei Bands aufmerksam geworden, auf die ich an dieser Stelle mal hinweisen möchte.

Schwer begeistert bin ich von Monachus aus Schweden (Hompage). "Out of the Blue" von 2011 ist echt der Hammer. Soundtechnisch irgendwie so fett wie Crowbar, aber von der Geschwindigkeit noch einen Zacken langsamer. Gut, die Stimme ist dort etwas gewöhnungsbedürftig, erinnert ein wenig an Pittbull (falls die noch jemand kennt). Aber es macht einfach Spaß, zu erleben, wie dort langsame Parts in ein Gitarreninferno einmünden, das sich regelrecht totschleppt. Kürzlich haben sie auch ein neues Album veröffentlich: "Below" (2013). Es ist gewohnt fett und der Gesang geht zum Teil sogar noch deutlicher in Richtung Kirk Windstein, erinnert aber zum Teil auch ein wenig an Neurosis. Letzteres aber auch wegen der disonanten Gitarrenführung. Mensch braucht teilweise wirklich Zeit, um sich reinzuhören, aber wenn mensch einen Zugang gefunden hat, macht Monachus einfach Spaß!

Zu einer anderen Band: Was ist von einer Band zu halten, die keinen richtigen Namen hat, sondern sich durch ein Symbol beschreibt und sich deshalb nur schwer im Netz finden lässt? Entweder ist es ein verdammt guter Marketing-Gag oder es ist einfach nur ziemlich dämlich! So ergangen ist es mir mit . Ja, wehrte Leserinnen und Leser, Sie lesen richtig: - genau das ist der Name der Band und jetzt versuche jemand mal spaßeshalber diese Band im Netz zu finden!

Mit etwas Recherche kommt mensch dann etwas weiter und landet auf otheband.blogspot.de oder auf o-music.bandcamp.com. Auf Doomrock.de ist dann zu erfahren:

„◯ isn´t just the letter. ◯ is the circle symbol and at the same time the name of this six piece band from the border region (Belgium/Netherlands/Germany) around Aachen (Germany). In summer 2010 ex-members from 'Allegorie, Dancing on Debris', 'Jack the Rocker' and 'Kings of the Day' got together with the aim to create spheric musical landscapes. The music wants to take the audience on a turbulent journey somewhere between ambient and postrock and sometimes you can guess their musical roots found in punk/hardcore“.

Das Ganze ist deshalb so doof, weil die Band wirklich super Musik macht: Instrumentell, elektronisch und atmosphärisch, leise, aber auch mit lauten Gitarren. Einfach mal die Zeit nehmen und reinhören (Bandcamp). Das ist verdammt interessant und macht Lust, sie auch mal live zu erleben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sie sich mal etwas mit ihren Namen einfallen lassen.

Mittwoch, 6. März 2013

Veränderung und Silver Tongue

Nachdem es mich bereits geraume Zeit beschäftigte und ich immer und immer wieder darüber nachdachte, habe ich mich am Freitag vor zwei Wochen endlich dazu durchgerungen und meine bisherige Band verlassen.

Von den äußerlichen Symptomen ließe sich sagen, dass ich den Eindruck hatte, das musikalische Pferd wäre bereits seit ca. einem Jahr totgeritten. Es wird sicher auch an mir und meiner eigenen Situation im letzten Jahr gelegen haben (Erwerbslosigkeit, längere Abwesenheiten usw.), dass mir das Proben oft keinen Spaß mehr bereitete. Doch der eigentliche Anlass meiner Entscheidung findet sich letztlich darin, dass ich irgendwie eine musikalische Veränderung brauche - mich dürstet es förmlich nach anderen musikalischen Gefilden.



Tja und weil ich gerade dabei bin, möchte ich auf "Silver Tongue" von Light Bearer hinweisen: Es ist wieder ein extrem feiner Zug von den Jungs, das komplette Album beim Bandcamp einzustellen; außerdem haben sie es auf einem sharehoster hinterlegt (siehe hier).

Eigentlich verbietet es sich bei solch einem Konzeptalbum einzelne Anspieltipps zu geben, denn es braucht Zeit zum Atmen. Für das schnelle Durchhören ist das nichts, zumal dann die Wechsel mit anderen Instrumenten (u. a. Streicher und Klavier), fetten Gitarren und schnelleren Teilen nicht genossen werden können. Wer aber unsicher ist, sollte "Aggressor & Usurper" oder "Silver Tongue" anspielen.